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Erster Massenstart am Morgen in Hornussen. Foto: Sonja Fasler
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Gelungene Rückkehr nach 75 Jahren – 111 Radfahrerinnen und Radfahrer nahmen am Bergrennen in Zeihen teil

75 Jahre nach der letzten Austragung ist das Bergrennen Zeihen am Sonntag erfolgreich auf die Rennsportbühne zurückgekehrt. Bei idealen Wetterbedingungen nahmen 111 Fahrerinnen und Fahrer aller Altersklassen die Strecke von Hornussen über Zeihen hinauf zum Eichwald unter die Räder. Die Organisatoren ziehen eine positive Bilanz und schliessen eine Fortsetzung nicht aus.

SONJA FASLER

Bereits ab 10 Uhr herrschte auf der Hornusserstrasse Rennbetrieb. In verschiedenen Massenstarts gingen zunächst die älteren Kategorien, die Frauen sowie die Nachwuchsfahrerinnen beim Start in Hornussen auf die Strecke. Es folgten weitere Starts mit den Kategorien Anfänger U17, Gentlemen B sowie später Elite/U23/Master, Junioren U19 und Gentlemen A. Alle diese Fahrerinnen und Fahrer absolvierten die Strecke von Hornussen über Zeihen bis zum Ziel beim Eichwald zweimal, um so insgesamt 11,4 Kilometer abzustrampeln. Die Fahrer kamen zu einem grossen Teil aus dem Fricktal, viele aus namhaften Vereinen wie Jungradler Sulz-Gansingen, VMC Schupfart, VMC Gansingen oder VC Kaisten. Weitere Teilnehmende waren auch aus anderen Teilen des Kantons Aargau, aus dem Baselbiet, Zürich, Bern und auch von ennet des Rheins aus Bad Säckingen oder Waldshut angereist, um sich mit anderen Radsportlern zu messen.       

Am Mittag standen die Einzelzeitfahren auf dem Programm, bevor die jüngsten Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Reihe waren. Die Schülerkategorien U13 und U15 starteten direkt nach den Aktiven in Hornussen und absolvierten die Bergstrecke im Einzelzeitfahren einmal. Die Kat. U11 startete beim Festareal mit Massenstart, fuhr runter nach Hornussen und wieder zurück nach Zeihen. Die Piccolos der Jahrgänge 2018 bis 2021 bewältigten eine verkürzte Strecke von 2,3 Kilometern. Mit lediglich fünf Teilnehmenden fiel das Feld allerdings klein aus. Von Seiten von Swiss Cycling Fricktal hätte man sich insbesondere bei den jüngsten Nachwuchsfahrerinnen und -fahrern eine grössere Beteiligung gewünscht.

Beste Rennbedingungen
Blick aufs Festgelände bei Häseli Holzbau in Zeihen. Foto: Sonja FaslerDie äusseren Bedingungen hätten kaum besser sein können. Angenehme Temperaturen am Vormittag und Sonnenschein sorgten für ideale Rennverhältnisse. Zahlreiche Zuschauerinnen und Zuschauer verfolgten das Geschehen entlang der Strecke sowie beim Festgelände bei der Firma Häseli Holzbau an der Hornusserstrasse, wo sich Rennbüro, Festwirtschaft, Rangverkündigung und Siegerehrung befanden. Das Bergrennen war Teil des Raiffeisen Fricktaler Cups, der von Swiss Cycling Fricktal organisiert wird. Die Rennserie umfasst insgesamt fünf Wettkämpfe – drei Strassenrennen, ein Mountainbike-Rennen und einen Lauf – und bietet dem regionalen Nachwuchs sowie ambitionierten Breitensportlern regelmässige Wettkampfmöglichkeiten.

Für die Durchführung vor Ort zeichnete der Velo Moto Club Zeihen verantwortlich. Obwohl der traditionsreiche Verein seit Jahren kaum mehr aktiv ist, gelang es für den Anlass, die verbliebenen Kräfte zu mobilisieren. Die Gesamtverantwortung lag bei VMC-Präsident Rolf Basler und seinem Bruder Theo Basler. Elf weitere Vereinsmitglieder standen als Streckenposten im Einsatz, während zwei Mitglieder das Rennbüro von Swiss Cycling Fricktal unterstützten. Zustande gekommen war die Neuauflage des Zeiher Bergrennens auf Initiative von Robi Probst, Wirt des Restaurants Rössli in Zeihen und Veranstalter der Schnäpperli Challenge. 

Weitere Auflage noch offen
Ob das Bergrennen künftig wieder regelmässig in Zeihen stattfinden wird, ist derzeit noch offen. Rolf Basler schliesst dies jedoch nicht aus. Besonders die Zusammenarbeit mit dem Organisationskomitee der Schnäpperli-Challenge, die Tags zuvor stattfand, habe sich als grosser Vorteil erwiesen. Dank der gemeinsamen Nutzung von Infrastruktur, Festwirtschaft und Zeitmessung hätten wichtige Synergien genutzt werden können. «Nun wollen wir den Anlass zuerst einmal Revue passieren lassen und anschliessend im Verein darüber sprechen», sagt Basler. Bei Swiss Cycling Fricktal wäre man sehr glücklich über einen regelmässigen Austragungsort eines der Rennen. Während es an Teilnehmenden nicht mangle, werde es immer schwieriger Vereine für die Organisation einer Veranstaltung zu finden, sagt das langjährige Vorstandsmitglied Bernadette Rippstein.

VMC-Präsident Rolf Basler gab sich nach der Veranstaltung erfreut darüber, dass man den Verein im Dorf so als «noch existierend» wahrgenommen habe. «Ich habe von einigen Seiten positive Rückmeldung bekommen», freut sich Basler, der von Anwohnern gehört hat, dass in letzter Zeit deutlich mehr Velofahrer auf der Eichwaldstrasse unterwegs gewesen seien. So gesehen habe das Rennen auch einen Werbeeffekt für Zeihen gehabt. Bedauerlich fand Rolf Basler lediglich, dass sich nicht mehr Zeiherinnen und Zeiher aufs Velo schwangen, um am Rennen teilzunehmen. Und bei der Organisation gebe es noch etwas Verbesserungspotenzial, gab er selbstkritisch zu. Der VMC-Präsident verbindet mit der erfolgreichen Neuauflage noch eine weitere Hoffnung. Das Bergrennen habe gezeigt, dass im Verein weiterhin viel Engagement und Zusammenhalt vorhanden seien. Vielleicht könne der Anlass sogar dazu beitragen, dem in den letzten Jahren brachliegenden Verein neuen Schwung zu verleihen.

Eines steht bereits jetzt fest: Die Rückkehr des Bergrennens nach Zeihen ist geglückt. Die Organisatoren zogen am Abend eine positive Bilanz, sei doch alles nach Plan und unfallfrei abgelaufen. «Ein gelungener Anlass, der Freude machte», fasst Rolf Basler zusammen. 

Rangliste

Bilder: 

Erstes Bild: Erster Massenstart am Morgen in Hornussen.   
Zweites Bild: Blick aufs Festgelände bei Häseli Holzbau in Zeihen. 
Fotos: Sonja Fasler