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VPOD Aargau/Solothurn: Service Public gibt es nicht im Sparmodus

)pd) Der öffentliche Dienst trägt unseren Alltag. Er pflegt, bildet, betreut, verwaltet, schützt und versorgt. Doch gute öffentliche Dienstleistungen entstehen nicht einfach aus Pflichtgefühl. Sie brauchen genügend Personal, faire Löhne, verlässliche Rechte und Arbeitsbedingungen, die Menschen nicht verheizen. Im Aargau zeigt sich das bei der Zukunft der Kantonsspitäler. In Solothurn zeigt es sich bei der Neuordnung des Personalrechts. Wer den Service Public stärken will, muss das Personal stärken, betont der VPOD Aargau/Solothurn.

Am internationalen Tag des öffentlichen Dienstes sagt der VPOD Aargau/Solothurn Danke an all jene, die unsere öffentliche Versorgung jeden Tag tragen. Doch Wertschätzung darf nicht beim freundlichen Wort stehen bleiben. Sie muss dort konkret werden, wo es politisch unbequem wird: bei Budgets, Stellenplänen, Dienstplänen, Löhnen, Personalrechten und Gesundheitsschutz.
Der Service Public funktioniert nicht von selbst. Pflegefachpersonen springen ein, wenn Teams knapp besetzt sind. Lehrpersonen fangen auf, was im Alltag liegen bleibt. Betreuungspersonen begleiten Kinder, Jugendliche und Angehörige. Verwaltungsangestellte halten den Betrieb am Laufen, auch wenn der Druck steigt. Reinigung, Rettung, technische Dienste, Psychiatrie, Hochschulen und soziale Einrichtungen sorgen jeden Tag dafür, dass öffentliche Versorgung nicht nur versprochen wird, sondern stattfindet.
Im Aargau zeige sich die politische Verantwortung derzeit besonders deutlich bei den Kantonsspitälern. Wer über Eigentümerrolle, Beteiligungen und Spitalstrukturen spreche, müsse zuerst über das Personal sprechen. Spitäler seien keine gewöhnlichen Unternehmen. Sie gehören zur öffentlichen Grundversorgung. Man kann sie nicht wie eine Position im Finanzportfolio behandeln und gleichzeitig erwarten, dass Beschäftigte und Patientinnen und Patienten die Folgen still tragen.
Auch im Kanton Solothurn steht viel auf dem Spiel. Die Neuordnung des Personalrechts klingt technisch, ist aber hoch konkret. Es geht um faire Löhne, verlässliche Rechte, Schutz vor Überlastung, echte Mitwirkung und anständige Verfahren. Wer daraus eine Sparübung macht, nennt es vielleicht Reform. Für die Beschäftigten bleibt es eine Verschlechterung. «Der öffentliche Dienst lebt vom Einsatz der Beschäftigten. Aber Einsatz ersetzt keine Personalpolitik. Wer immer mehr Leistung verlangt, muss auch für genügend Personal, faire Löhne und gesunde Arbeitsbedingungen sorgen», sagt Dariyusch Pour Mohsen, Regionalleiter des VPOD Aargau/Solothurn.
Der VPOD Aargau/Solothurn fordert die politischen Verantwortlichen in beiden Kantonen auf, den Service Public nicht erst dann ernst zu nehmen, wenn er knirscht. Wer starke Spitäler, gute Schulen, handlungsfähige Verwaltungen, soziale Sicherheit, Betreuung, Psychiatrie, Hochschulen und funktionierende Infrastruktur will, muss heute in das Personal investieren. «Der Service Public ist kein Selbstläufer. Man kann ihn nicht ständig stärker belasten und gleichzeitig so tun, als halte er aus reiner Berufung ewig durch. Gute Versorgung braucht gute Arbeitsbedingungen. Alles andere ist Wunschdenken auf dem Rücken der Beschäftigten», so Pour Mohsen.