(pd) Die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft führt eine Strafuntersuchung gegen zwei Personen wegen des Verdachts auf Widerhandlungen gegen das Sportförderungsgesetz und das Heilmittelgesetz.
Im Rahmen einer Hausdurchsuchung wurden über 3200 Injektionsfläschchen mit illegal importierten Peptiden sowie umfangreiches Zubehör sichergestellt. Gemäss dem aktuellen Wissensstand handelt es sich dabei um die grösste Sicherstellung von illegal importierten Peptiden in der Schweiz. Für die beschuldigten Personen gilt die Unschuldsvermutung.
Aufgrund einer Strafanzeige hat die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft eine Strafuntersuchung gegen eine Frau (Alter: 38 Jahre, Nationalität: Kosovo) und einen Mann (Alter: 34 Jahre, Nationalität: Kosovo) wegen des Verdachts auf Widerhandlungen gegen das Sportförderungsgesetz und das Heilmittelgesetz eröffnet. Im September dieses Jahres führte die Polizei Basel-Landschaft im Auftrag der Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft in der Privatwohnung der Beschuldigten in Pratteln eine Hausdurchsuchung durch. Im Rahmen dieser Massnahme konnten über 3200 Injektionsfläschchen mit illegal in die Schweiz importierten Peptiden sowie umfangreiches Zubehör wie Spritzen, Verpackungsmaterial und Etiketten etc. sichergestellt werden. Nach dem aktuellen Kenntnisstand der Staatsanwaltschaft handelt es sich hierbei um die bislang grösste Sicherstellung illegaler Peptide in der Schweiz.
Illegal importierte Peptide – Herkunft, Lagerung und Wirkstoffe unklar
Peptide werden zunehmend über unkontrollierte Online-Kanäle zum Kauf angeboten. Bei so eingekauften Produkten ist unklar, unter welchen Bedingungen sie hergestellt und gelagert worden sind und ob die Angaben zu den enthaltenen Wirkstoffen und Konzentrationen korrekt sind. Entsprechend können mit der Verwendung dieser Peptide erhebliche gesundheitliche Risiken einhergehen. Der Import dieser Produkte und der Handel mit ihnen ist verboten.
Das Schweizerische Heilmittelinstitut (Swissmedic) hat am 22. Juni gemeinsam mit dem Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) und Swiss Sport Integrity (SSI) eine Schwerpunktaktion zu illegal importierten Peptiden durchgeführt. Dabei wurden gezielt Sendungen kontrolliert, bei denen der Verdacht bestand, dass sie illegal importierte Peptide oder vergleichbare Substanzen enthalten. Das durch die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft geführte Strafverfahren steht in Zusammenhang mit der genannten Schwerpunktaktion von Swissmedic, BAZG und SSI.