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Robert Schmid, Präsident von Fricktal Regio, informiert die Abgeordneten im Rampart in Frick. Foto: Simone Rufli
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Kaisten bittet um Fläche aus dem Baulandtopf – Planungsverband Fricktal Regio

Der Vorstand von Fricktal Regio und die Vertreterinnen und Vertreter von 27 der 32 Mitgliedergemeinden des Planungsverbands waren allesamt überrascht, als Zeiningens Gemeindepräsident Andreas Geiss am Freitagnachmittag im Rampart das Wort ergriff.

SIMONE RUFLI

Gegenstand des zurückgezogenen Antrags war die anvisierte Erweiterung des Betriebsareals der Birchmeier Gruppe am Standort «Chis» (Kapellenstrasse/Finstergässchen) an der Gemeindegrenze zu Wallbach. Mit dem Rückzug zwecks Überarbeitung und neuerlichen Einreichung kam Andreas Geiss einem möglicherweise negativen und abschliessenden Entscheid der Versammlung zuvor. Denn dieser drohte, hatte doch der Vorstand des Planungsverbands den Abgeordneten die Ablehnung des Antrags empfohlen, nachdem von 22 eingegangenen Stellungnahmen 7 zustimmend und 11 ablehnend ausgefallen waren. Bemängelt wurde, dass das Vorhaben nicht den regionalen Planungszielen entspreche sowie keinen ausreichenden wirtschaftlichen, ökologischen und landschaftlichen Mehrwert schaffe. Andreas Geiss begründete den Rückzug damit, dass es darum gehe, «gravierende Wissenslücke» zu schliessen und die «Zerreissprobe zwischen der Bevölkerung von Wallbach und Zeiningen» zu beenden.

Flächenbedarf wegen FlexBase
In Überprüfung befindet sich derweil ein Antrag der Gemeinde Kaisten. Sie benötigt 0,79 Hektaren aus dem Topf des Regionalen Siedlungsgebietsmanagements (RSGM). Dabei geht es um die Einzonung der Erweiterung des Unterwerks beim Batteriespeicher des Technologiezentrums Laufenburg (TZL) der Firma FlexBase. Die Fläche werde für den Ausbau des Unterwerks benötigt, damit die Leistung aus dem Batteriespeicher dereinst ins Netz der Swissgrid eingespeist werden kann, so Oliver Brem, Gemeindeammann von Kaisten. Da FlexBase eine private Firma ist und noch nicht über die Anerkennung als Institution für die nationale Versorgungssicherheit verfügt, müsse der regionale Topf herhalten. Erst mit Inbetriebnahme des Batteriespeichers könne die Anerkennung erfolgen. Dann soll die Fläche aus dem kantonalen Topf zurückgefordert werden, so Oliver Brem.
Damit liegen beim RSGM zwei Anträge von Gemeinden vor, die Flächen beziehen möchten: Eiken, 0,9 ha (Zustimmung Vorstand 19.11.25) und Kaisten, 0,79 ha (Antrag Gemeinde eingegangen am 7.5.26). Dem gegenüber stehen 4,0 Hektaren verfügbare Flächen im Regionalen Topf (Stand 31.12.25), wobei Eiken die im November 2025 bewilligte Fläche noch nicht bezogen hat. Der Siedlungstopf wird aus Auszonungen in den Gemeinden der Planungsregion geäufnet. Zwei der vier aktuell verfügbaren Hektaren stammen übrigens von Kaisten – in den Topf gegeben im Rahmen der kürzlich erfolgten BNO-Revision.
Ein weiteres Thema waren die Sonderschulen. Magdens Gemeindepräsidentin Carole Binder-Meury stört sich daran, dass «der Kanton sich aus der Verantwortung stiehlt» und bei fehlendem Platz im Kanton, die Fahrt zu und die Finanzierung von auswärtigen Plätzen den Gemeinden überlasse.
Geleitet wurde die 29. ordentliche Abgeordnetenversammlung des Planungsverbands Fricktal Regio vom Präsidenten Robert Schmid (Gemeindeammann Böztal). Von den Jahresberichten wurde Kenntnis genommen, die Rechnung 2025 genehmigt.

Bild: Robert Schmid, Präsident von Fricktal Regio, informiert die Abgeordneten im Rampart in Frick. Foto: Simone Rufli