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Dankbar innehalten – Gottesdienst zum Dank-, Buss- und Bettag in Mandach

(ack) Am Sonntag, 20. September, versammelte sich die Gemeinde in der Kirche Mandach zum traditionellen Gottesdienst am Dank-, Buss- und Bettag. Eine achtköpfige Formation der Dorfmusik Mandach begleitete die Feier musikalisch und verlieh dem Gottesdienst damit einen besonders festlichen Rahmen.

Im Zentrum stand ein Thema, das die Menschen eigentlich jeden Tag begleiten könnte: die Dankbarkeit. Wofür bin ich dankbar? Was ist mir im Leben geschenkt? Und was nehme ich vielleicht als selbstverständlich hin, obwohl es das gar nicht ist? Pfarrer Dan Breda nahm in seiner Predigt die Geschichte der zehn Aussätzigen aus dem Lukasevangelium auf. Zehn Menschen begegnen Jesus und bitten ihn um Erbarmen. Alle zehn werden geheilt – doch nur einer kehrt zurück, um Jesus zu danken und Gott die Ehre zu geben. Gerade dieses Zurückkehren wurde zum besonderen Zeichen. Der Mann hält inne. Er erkennt, was ihm geschenkt wurde, und bringt seine Dankbarkeit zum Ausdruck. Aus dem Erkennen wird ein Danken.

«Auch wir kennen vieles, das uns selbstverständlich erscheint: unsere Familie, Freundschaften, Gesundheit, ein Zuhause, genügend zu essen und zu trinken, Frieden und vieles mehr. Doch ein kurzer Blick über unseren eigenen Alltag hinaus zeigt, dass all dies keineswegs überall selbstverständlich ist. Der Dank-, Buss- und Bettag lädt deshalb dazu ein, innezuhalten», so der Inhalt der Predigt. Für einen Moment aus der Hektik des Alltags herauszutreten und wieder bewusster wahrzunehmen, wie reich das Leben an Geschenken ist. Dabei ging es im Gottesdienst nicht nur um den Dank gegenüber Gott. Dankbarkeit kann auch zwischen Menschen etwas verändern. Ein ehrliches «Danke», ein Wort der Anerkennung oder ein Zeichen der Wertschätzung können einem anderen Menschen zeigen: «Ich sehe dich. Ich sehe, was du für mich tust. Es ist nicht selbstverständlich.» So wurde die Geschichte des dankbaren Samariters zu einer Einladung, selbst immer wieder umzukehren – hin zu Gott, hin zu unseren Mitmenschen und vielleicht auch hin zu all dem Guten, das man m Alltag manchmal übersieht. Ein besonderer Moment der Feier war das gemeinsame Abendmahl. Brot und Kelch erinnerten daran, dass viele einzelne Menschen zu einer Gemeinschaft werden. Gemeinsam wurde gegessen, getrunken und gedankt – für Gottes Nähe, seine Liebe und die Gemeinschaft.

Die Klänge der Dorfmusik Mandach begleiteten die Feier auf besondere Weise und trugen zu ihrer festlichen und zugleich vertrauten Atmosphäre bei. Nach dem Gottesdienst waren alle zu einem feinen Apéro vor der Kirche eingeladen. Bei guten Gesprächen und gemütlichem Beisammensein liess die Gemeinde den gemeinsamen Vormittag ausklingen.