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Mitreissendes Konzert von Chortus in der Kapuzinerkirche. Foto: zVg
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Rheinfelden: Chortus von Besucherzahl überrascht

(eing.) Am vergangenen Sonntag fand in der Kapuzinerkirche das diesjährige Abschlusskonzert des Projektchors Chortus statt. Der Chor durfte sich über eine im Vergleich zu den vergangenen Jahren deutlich höhere Besucherzahl freuen. Die Vereinsverantwortlichen vermuten dafür mehrere Gründe.

Einerseits sorgten zusätzliche Werbemassnahmen im Rahmen der Aargauer Laienkulturwoche sowie die seit Kurzem von der Stadt Rheinfelden gesponserte Werbung auf E-Panels für mehr Aufmerksamkeit. Andererseits war die Vorfreude unter den Sängerinnen und Sängern auf das Konzertprogramm besonders gross. Auch das Ergebnis der 17 intensiven Proben unter der Leitung von Dirigent Roberto Vacca dürfte viele Mitwirkende dazu motiviert haben, möglichst zahlreiche Bekannte zum Konzert einzuladen.

Ein stimmungsvoller Auftakt
Der Chor betrat die Bühne dezent und individuell gekleidet. In Schwarz und Blau erinnerte die Kleidung an einen Nachthimmel und fügte sich passend in die Atmosphäre des Abends ein. Mit «Dindirindin – Ich hörte die Nachtigall auf einem Zweig singen» eröffnete Chortus das Konzert. Damit lag der Fokus von Beginn an – wie beim besungenen Vogel – auf dem Gesang und nicht auf einem aufwendigen äusseren Erscheinungsbild.

Wie gewohnt führte Hansjürg Brun einfallsreich und gekonnt durch das Programm. Dieses bot viel Abwechslung: Die mehrstimmigen Arrangements stammten aus mehreren Jahrhunderten, umfassten verschiedene Sprachen und deckten unterschiedlichste Stilrichtungen ab. Für zusätzliche Farbtupfer sorgten die Instrumentaleinlagen von Cécile Lino am Cello, Zora Janská an der Geige und Roberto Vacca am Klavier. Ein besonderes Hörerlebnis war ein Stück aus Béla Bartóks berühmtem Werk «Mikrokosmos»: rhythmisch äusserst mitreissend, rasant und wild.

Auch der Chor stellte sich einer musikalischen Herausforderung Bartóks und präsentierte «Lob des Müssiggangs». Beim ersten Anlauf geriet das Stück allerdings etwas schräger, als es Bartók wohl beabsichtigt hatte. Mit einem zweiten Versuch gelang die Interpretation deutlich überzeugender.

Ein emotionaler Schluss
Bei der Verdankung wies Jo Peeters auf die allgemeine Zurückhaltung von Männern hin, einem Chor beizutreten. Zwei junge Männer aus dem Publikum erhielten deshalb als Dank für ihren Konzertbesuch einen Schokoladengruss – verbunden mit der augenzwinkernden Ermunterung, sich künftig vielleicht selbst einem Chor anzuschliessen. Zum Abschluss des offiziellen Programms erklang das schottische Lied «Auld Lang Syne». In Kombination mit den Highland Bagpipes, gespielt von Petra Ellgehausen, erhielt das Stück eine besonders feierliche und emotionale Wirkung.

Als Zugabe sangen die Mitwirkenden «Bim Moonschyn göh mer zäme hei und beidi tüe mer schwyge». Damit verabschiedete sich Chortus stimmungsvoll von seinem Publikum und konnte sich über ein Konzert freuen, das sowohl musikalisch als auch dank der erfreulich grossen Zuhörerschaft in bester Erinnerung bleiben dürfte.

Bild: Mitreissendes Konzert von Chortus in der Kapuzinerkirche. Foto: zVg