(rs) Was geschieht, wenn der Partner, der bisher alle finanziellen Angelegenheiten geregelt hat, plötzlich ausfällt oder stirbt? Mit dieser Frage setzten sich zahlreiche Interessierte am Mittwoch, 20. Mai, in der Steinli-Aula auseinander.
Eingeladen hatten die «Senioren für Senioren Möhlin» gemeinsam mit der Budget- und Schuldenberatung Aargau-Solothurn zum öffentlichen Referat „Allein mit den Finanzen – Wie kann ich vorsorgen, mich vorbereiten.“
Als Fachreferentin führte Elisabeth Ettlin durch den Nachmittag. Sie kennt die Herausforderungen aus langjähriger Tätigkeit im Sozialamt sowie bei der Budget- und Schuldenberatung Aargau-Solothurn – und aus ihrer Lehrtätigkeit an der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW. Eindrücklich schilderte sie, wie schnell ältere Menschen in Schwierigkeiten geraten können, wenn ihnen der Überblick über die eigenen finanziellen Angelegenheiten fehlt. Ihr zentraler Satz blieb hängen: «Wer vorbereitet ist, behält die Kontrolle und entlastet gleichzeitig die Angehörigen».
Im Mittelpunkt standen konkrete, alltagsnahe Empfehlungen:
- Wichtige Unterlagen sollten geordnet, vollständig und gut auffindbar abgelegt sein.
- Kontovollmachten, Patientenverfügungen und ein Testament sollten rechtzeitig geregelt werden.
- Ebenso entscheidend ist ein offener Austausch innerhalb der Partnerschaft und mit den Kindern. Der oft gehörte Satz «Über Geld spricht man nicht» kann im Ernstfall verheerende Folgen haben.
Wie vielschichtig und komplex das Thema ist, zeigte sich an den zahlreichen Fragen und Voten aus dem Publikum. Eine Zuhörerin brachte das Fazit treffend auf den Punkt: «Lassen wir es so stehen.»
Die Veranstaltung stiess auf grosses Interesse und machte deutlich, wie wichtig es ist, frühzeitig miteinander ins Gespräch zu kommen. Beim anschliessenden Kaffee und Kuchen nutzten viele Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, persönliche Fragen zu stellen und Erfahrungen auszutauschen.