(sk) Mit «Teatro dell’azzardo» bot die Reihe Harmonia Augustana am vergangenen Samstag in der Kirche St. Gallus und Othmar in Kaiseraugst einen aussergewöhnlichen Konzertabend.
Benedetta Ceron am Zink und Alberto Gaspardo an der Orgel nahmen die Besucherinnen und Besucher mit in eine Klangwelt voller Farben, Kontraste und unerwarteter Begegnungen.
Schon die Besetzung war besonders: Der Zink mit seinem warmen, lebendigen Klang trat in einen spannenden Dialog mit der Orgel. Mal klang es festlich und kraftvoll, mal fein und beinahe meditativ, dann wieder verspielt und überraschend. So wurde hörbar, was der Titel versprach: Musik als Wagnis, als Gespräch, als lebendiges Geschehen im Moment.
Das Programm führte von Rossini und Kapsberger über Verdi und Donizetti bis zu Monteverdi und neueren Klängen. Dabei verband sich Opernhaftes mit geistlicher Tiefe, Virtuosität mit innerer Sammlung. Benedetta Ceron überzeugte durch Ausdruckskraft und Beweglichkeit, Alberto Gaspardo durch grosse Klangfantasie und beeindruckende Präsenz an der Orgel.
Am Ende blieb der Eindruck eines Abends, der nicht einfach nur schön war, sondern wirklich nachklang. Ein herzlicher Dank gilt den beiden Künstlern sowie allen, die die Konzertreihe Harmonia Augustana möglich machen.