(eing.) 19 reiselustige Turner des MTV Herznach machten sich am frühen Samstagmorgen auf den Weg ins Wallis. Noch etwas verschlafen ging es mit Postauto und Zug via Aarau und Bern Richtung Berge.
Spätestens beim Znüni waren dann aber auch die letzten Lebensgeister geweckt – schliesslich gehört eine anständige Verpflegung zu einer Turnerreise genauso wie das Wandern. In Ausserberg trennten sich die Wege. Die Wandergruppe machte sich auf den Weg entlang der eindrücklichen Suonen. Diese jahrhundertealten Bewässerungskanäle wurden angelegt, um das kostbare Gletscher- und Bergwasser zu den trockenen Wiesen und Feldern zu leiten. Die schmalen Pfade entlang der Wasserläufe führten teilweise steil am Hang entlang – Schwindelfreiheit war an der einen oder anderen Stelle durchaus von Vorteil. Dafür wurden die Turner mit einer herrlichen Aussicht auf die Walliser Bergwelt belohnt. Natürlich durfte auch die Verpflegung aus dem Rucksack nicht fehlen – mit vollem Magen lassen sich schliesslich auch steile Passagen leichter bewältigen. Die «Rölleler» bevorzugten dagegen die gelenkschonende Variante und reisten weiter Richtung Bettmeralp und Aletschgletscher. Am späteren Nachmittag trafen sich beide Gruppen wieder in Brig. Nach dem Zimmerbezug im Hotel Stockalperhof stand das gemeinsame Nachtessen auf dem Programm. Bei Walliser Spezialitäten und dem einen oder anderen Getränk wurden die Heldentaten des Tages nochmals ausführlich analysiert – wobei mit zunehmender Stunde vermutlich auch die zurückgelegten Kilometer und Höhenmeter etwas zunahmen. Der gesellige Abend sorgte jedenfalls dafür, dass alle bestens schlafen konnten.
Nach dem Frühstück blieb am Sonntagmorgen noch etwas Zeit für einen Rundgang durch Brig, bevor es gemeinsam mit dem Zug nach Kandersteg ging. Dort hiess es erneut: Wanderer zu Fuss, Rölleler mit motorisierter Unterstützung. Ziel für alle war der wunderschöne Blausee. Während die einen die rund eineinhalbstündige Wanderung absolvierten, erreichten die anderen das Ziel bequem mit dem Postauto. Am Blausee blieb genügend Zeit zum Essen, Staunen und Fachsimpeln, bevor die Heimreise nach Herznach anstand. Zwei abwechslungsreiche und gesellige Tage gingen damit viel zu schnell zu Ende. Der Verein bedankt sich bei Hanspi und Flöbi für die Organisation.