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Renato Stäuble und Sophie Honolka wurden feierlich in die Schar der Ministrantinnen und Ministranten aufgenommen und für ihren neuen Dienst gesegnet.
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«Verantwortung übernehmen und Gesellschaft mitgestalten»

(ulf) Am Eidgenössischen Dank-, Buss- und Bettag war Gunthard Niederbäumer zu Gast im Gastgottesdienst der katholischen Pfarrei Frick. Im Gespräch mit Pfarreiseelsorger Ulrich Feger erzählte der Fricker Gemeinderat und Vizeammann von seinen vielfältigen Aufgaben und davon, was ihn motiviert, Verantwortung für die Gemeinschaft zu übernehmen.

Gunthard Niederbäumer war am Sonntag, 20. September, zu Gast im Gottesdienst in der katholischen Kirche Frick.Der Bettag stand in diesem Jahr unter dem Gedanken eines gemeinsamen Wertefundaments. Respekt, Fairness, Solidarität und die Verantwortung für die Gemeinschaft leben davon, dass Menschen bereit sind, sich einzubringen. Passend dazu griff der Gottesdienst ein Wort des Apostels Paulus auf: «Wenn ich aber weiterleben soll, bedeutet das für mich fruchtbares Wirken.» Daraus ergab sich die zentrale Frage des Gastgottesdienstes: Was bewegt einen Menschen, seine Zeit und seine Fähigkeiten für andere und für die Gesellschaft einzusetzen?

Mit Gunthard Niederbäumer war ein Gast eingeladen, der dies in ganz unterschiedlichen Bereichen tut. Neben seinem Amt als Gemeinderat und Vizeammann von Frick ist er Präsident des Juraparks Aargau und der Spitex Regio Frick. Als Klimawissenschaftler beschäftigte er sich zudem beruflich intensiv mit Nachhaltigkeits- und Klimafragen und nahm an Weltklimakonferenzen teil.

Im Gespräch wurde deutlich, dass solches Engagement durchaus mit viel Arbeit und anspruchsvollen Aufgaben verbunden ist. Gleichzeitig liegt gerade darin für Niederbäumer eine wichtige Motivation: Verantwortung zu übernehmen eröffnet die Möglichkeit, die Gesellschaft aktiv mitzugestalten und konkret etwas zu bewegen. Dabei reichen seine Tätigkeitsfelder von kommunalen Fragen über den Natur- und Klimaschutz bis hin zur Gesundheitsversorgung.

Zum Abschluss des Gesprächs wurde Niederbäumer gefragt, welchen Rat er der Kirche mit auf den Weg geben würde. Mit Blick auf den vergangenen Sommer und die zunehmend spürbaren Folgen des Klimawandels verwies er auf die Bewahrung der Schöpfung. Darin sehe er ein wichtiges Feld, in dem die Kirche auch weiterhin Position beziehen und sich engagieren könne. Der Einsatz für die Schöpfung und für die Lebensgrundlagen kommender Generationen sei eine Verantwortung, zu der auch die Kirche ihren Beitrag leisten könne.

Damit führte das Gespräch zurück zum Evangelium des Gottesdienstes. Dort spricht Jesus davon, dass Menschen sich aufmachen und «Frucht bringen» sollen. Verantwortung zu übernehmen, die eigenen Möglichkeiten einzusetzen und dadurch etwas zum gemeinsamen Leben beizutragen, kann eine ganz konkrete Form solchen fruchtbaren Wirkens sein. Dass Verantwortung schon im Kleinen beginnt, zeigte sich am Ende des Gottesdienstes: Renato Stäuble und Sophie Honolka wurden feierlich in die Schar der Ministrantinnen und Ministranten aufgenommen und für ihren neuen Dienst gesegnet.

Der Gastgottesdienst machte so auf unterschiedliche Weise sichtbar, was der Bettag in Erinnerung ruft: Ein gutes Zusammenleben entsteht dort, wo Menschen bereit sind, ihre Fähigkeiten einzubringen, Verantwortung zu übernehmen und damit unsere gemeinsame Zukunft mitzugestalten.

Bild 1: Renato Stäuble und Sophie Honolka wurden feierlich in die Schar der Ministrantinnen und Ministranten aufgenommen und für ihren neuen Dienst gesegnet.
Bild 2: Gunthard Niederbäumer war am Sonntag, 20. September, zu Gast im Gottesdienst in der katholischen Kirche Frick.
Fotos: zVg