(eing.) Am Samstag, 8. August, besammelten sich 31 Mitglieder des Bernervereins und des Bernerchörlis Frick am Treffpunkt zum Einstieg in den komfortablen Brillant Bus vom Kaufmann Reisen von Möhlin. Es ging ins Emmental, genauer zu den Spuren von Jeremias Goffhelf.
Der erste Halt, wo es Kaffee mit Gipfeli gab, war in Rüedisbach oberhalb Wynigen, bei dem Bauernhof «Glungge» der bekannt ist von den «Ueli der Knecht»- und «Ueli der Pächter»-Verfilmungen. Es war, als würde die Kutsche vorfahren mit Anneliesi und dem Baumwollhändler unter der Einfahrt. Der Brunnen steht auch noch genau dort, wo 1955 die Filme gedreht wurden. Vom Besitzer und Bauern, der dort wohnt, hat die Gruppe einiges Interessante erfahren. Heute hat es dort neben der Wohnung ein kleines Beizli.
Weiter fuhren die Reisenden mit dem Bus nach Ranflüh. Dort warteten ein feines Mittagessen und ein erfrischendes Beerensorbet. Dann ging die Fahrt weiter nach Lützelflüh ins Gotthelf-Museum. Dort erfuhren sie eine Menge über Albert Bitzius, wie er zu dem Namen «Jeremias Gotthelf» kam, sowie über sein Wirken und Schaffen. Über seine Kindheit, sein Studium, seine Familie. Dass er nicht überall so beliebt war, weil er Klartext redete und sich der Wahrheit verpflichtet fühlte. Er stand ein für die Armen, Benachteiligten und die Gerechtigkeit. Daran hat sich bis heute nichts geändert! Wer den Mut hat, die Wahrheit zu sagen, ist oft gar nicht beliebt! Er schrieb viele Bücher, die teils verfilmt wurden, wie die «Schwarze Spinne». Dort sangen die Reisenden dann noch das Lied «Der Trueberbueb».
Weiter ging es dann zu einem Restautant etwas unterhalb des Chuderhüsi, das oberhalb von Bowil liegt. Von dort oben, 1100 Meter über dem Meer, hatte die Gruppe eine wunderbare Fernsicht auf die Alpenkette. Später, als sie über das Chuderhüsi fuhren und hinunter zum Würzbrunnenchilchli, wo der nächste Stop war, sah man die Kette der Sieben Hengste, das Sigriswiler Rothorn und den Niesen.
Dort beim und im Chilchli wurden auch die Verfilmung der Hochzeit von Ueli mit dem Vreneli, die Taufe und die Beerdigungen gedreht. Es befand sich schöner Blumenschmuck im Chilchli, weil es gleich zwei Hochzeiten an diesem Reisetag gab. Das Jodellied «S'Chilchli», das die Reisenden sangen, passte perfekt. Mit etwas Verspätung ging es auf die Heimreise. Über Schüpbach, Zollbrück, Ramsei, Huttwil und Zell LU ging es dann nach Aarau und übers Benkerjoch wieder heimwärts in Fricktal. Dieser schöne interessante Tag bleibt unvergesslich!