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Es entstanden vier neue Weiher entlang des Tobelbaches im hinteren Bereich des Tälchens, das sich vom Kästal zum Bözberg hinzieht. Foto: Louis Probst
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Lebensraum für «Glögglifrosch» und Co. – weiteres Projekt in Effingen realisiert

(lp) Die Stiftung Wildtiere Aargau hat in Effingen ein weiteres Projekt zur Vernetzung von Lebensräumen realisiert. «Dieses Projekt ist ein Beweis dafür, dass die Jagd nicht nur aus der Natur abschöpft, sondern ihr auch etwas zurückgibt», so Thomas Laube, der Präsident der Stiftung Wildtiere Aargau, zum Projekt «Lebensraum Jura» und den Aufwertungsmassnahmen beim Windistalhof in Effingen.

Thomas Laube, Präsident der Stiftung Wildtiere Aargau. Foto: Louis ProbstDie Stiftung – «der grüne Arm von Jagd Aargau», so Thomas Laube – engagiert sich, zusammen mit Jagd Aargau und dem Bauernverband Aargau, seit vielen Jahren in der Aktion «Rettet die jungen Wildtiere», für den Bewahrung von Wildtieren vor dem Mähtod. Sie setzt sich aber auch für den Erhalt der Artenvielfalt und die Schaffung naturnaher, vernetzter Lebensräume ein. In den letzten Jahren konnte die Stiftung bereits mehrere Projekte realisieren.

Beim Projekt «Lebensraum Jura» geht es, wie Thomas Laube betont, «nicht nur um jagdbare Tiere». Gefördert werden auch Lebensräume für Amphibien, Reptilien, Vögel und Insekten. Geplant und begleitet werden die Projekte durch das Büro apiaster GmbH (Buchs). Die Finanzierung erfolgt teilweise mit Unterstützung des Kantons Aargau, insbesondere durch die Abteilung Landschaft und Gewässer und die Sektion Jagd und Fischerei, sowie durch gemeinnützige Stiftungen und grosszügige Einzelspendende.

Sabin Nater stellt das Projekt Lebensraum Jura vor. Fotos: Louis ProbstVielfältige Aufwertungsmassnahmen
Im Rahmen des Projektes «Lebensraum Jura» sind auch die Aufwertungsmassnahmen in Effingen erfolgt, die dank tatkräftiger Unterstützung durch Frank Möri, den Pächter des Windistalhofes, umgesetzt werden konnten. Entstanden sind dabei vier Weiher entlang des Tobelbaches im hinteren Bereich des Tälchens, das sich vom Kästal zum Bözberg hinzieht. Zudem sind Hecken und Baumreihen – unter anderem mit Felsenbirne, Speierling und Traubenkirsche – gepflanzt und Strukturen für Kleinlebewesen geschaffen worden. «Insgesamt sind rund 200 Quadratmeter Wasserfläche und rund 500 Laufmeter Hecken entstanden und mehr als 60 Bäume gepflanzt worden», so Sabin Nater, Co-Leiterin der Sektion Natur und Landschaft beim Kanton Aargau auf einem Rundgang. Wie Libellenlarven und Molche zeigen, werden die Weiher, die im Frühjahr erstellt worden sind, offensichtlich gut angenommen. Von den Weihern angesprochen fühlen dürfte sich zweifellos auch der «Glögglifrosch», die Geburtshelferkröte. Mit speziellen Nistkästen hofft man aber auch auf den Neuntöter, der im angrenzenden Gebiet anzutreffen ist, und sogar auf den Wiedehopf.

Fokus auf dem Wasserhaushalt
Die Realisierung von Aufwertungsprojekten sei oft hochkomplex, so Philipp Schuppli, (Geschäftsführer apiaster GmbH). Er gibt aber auch zu bedenken: «Wir stehen mitten in einer rasanten Entwicklung. In den letzten Wochen hat die Natur gezeigt, wer das Sagen hat. Ich bin überzeugt, dass nach diesem Hitzesommer in der breiten Bevölkerung eine verstärkte Affinität zum Wasser entstehen wird.»
Bei den kommenden Projekten der Stiftung Wildtiere Aargau soll denn auch das Thema «Wasser», vor allem mit Massnahmen zur Verbesserung des Wasserhaushaltes durch Rückhaltung, im Mittelpunkt stehen.

Bilder
Bild 1: Es entstanden vier neue Weiher entlang des Tobelbaches im hinteren Bereich des Tälchens, das sich vom Kästal zum Bözberg hinzieht.
Bild 2: Thomas Laube, Präsident der Stiftung Wildtiere Aargau.
Bild 3: Sabin Nater stellt das Projekt Lebensraum Jura vor.
Fotos: Louis Probst