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Naturenergie Holding AG: Halbjahresergebnis unter Vorjahresniveau – Jahresprognose bestätigt

(eing.) Das EBIT der Naturenergie Holding AG lag im ersten Halbjahr 2026 mit 68 Millionen Euro um 23 Millionen Euro unter dem Wert der Vorjahresperiode.

Höhere ergebniswirksame Bewertungseffekte aus der Personalvorsorge in Deutschland erhöhten das EBIT gegenüber dem Vorjahr um rund 3 Millionen Euro. Das Adjusted EBIT, das die operative Geschäftsentwicklung widerspiegelt, belief sich per 30. Juni 2026 auf rund 62 Millionen Euro und lag damit rund 26 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert.

Hauptursache für den Ergebnisrückgang war das deutlich tiefere Vermarktungsniveau der eigenen Stromerzeugung. Zusätzlich belasteten die unterdurchschnittliche Wasserführung am Hochrhein und im Wallis sowie die daraus resultierende geringere Stromproduktion der Wasserkraftwerke das Ergebnis. Für das Gesamtjahr 2026 erwartet die Unternehmensgruppe weiterhin ein EBIT von rund 120 Millionen Euro. Die zu Jahresbeginn kommunizierte Prognose wird damit bestätigt. Das Finanzergebnis lag mit rund einer Million Euro auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Der Periodengewinn nach Steuern belief sich auf 46 Millionen Euro und lag damit um 24 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert.

Entwicklung des Adjusted EBIT der einzelnen Geschäftssegmente

Kundennahe Energielösungen: Das Segment kundennahe Energielösungen verzeichnete gegenüber dem Vorjahreszeitraum eine Ergebnisverbesserung von rund zwei Millionen Euro. Wesentlicher Grund waren geringere Wertberichtigungen auf Forderungen gegenüber Vertriebskunden. Belastend wirkte sich weiterhin der intensive Wettbewerb im Photovoltaik-Endkundengeschäft aus. Im Bereich Wärme- und Energielösungen zeigte sich dagegen eine leichte Ergebnisverbesserung.

Im Segment systemrelevante Infrastruktur ging das Ergebnis gegenüber dem Vorjahr um rund drei Millionen Euro zurück. Ursache waren insbesondere höhere operative Kosten sowie inflationsbedingte Mehraufwendungen und tarifliche Einmalzahlungen im Personalbereich.

Das Segment erneuerbare Erzeugungsinfrastruktur lag um rund 23 Millionen Euro unter dem Vorjahresniveau. Ausschlaggebend waren das deutlich tiefere Vermarktungsniveau der Eigenerzeugung sowie die unterdurchschnittliche Wasserführung an den Produktionsstandorten. Diese lag sowohl am Hochrhein (-22,1 Prozent) als auch im Wallis (-6,5 Prozent) unter dem jeweiligen zehnjährigen Mittelwert. Im Gegensatz zum Vorjahr kam es jedoch zu keinen externen geologischen Ereignissen mit Produktionsausfällen.

Investitionstätigkeit weiterhin auf hohem Niveau

Die Bruttoinvestitionen beliefen sich im ersten Halbjahr 2026 auf rund 66 Millionen Euro (Vorjahr: 74 Millionen Euro) und bewegten sich damit weiterhin auf einem hohen Niveau. Der grösste Anteil entfiel erneut auf das Segment systemrelevante Infrastruktur. Mit rund 40 Millionen Euro (Vorjahr: 42 Millionen Euro) beziehungsweise mehr als 60 Prozent der gesamten Investitionen blieb dieses Segment der bedeutendste Investitionsbereich der Unternehmensgruppe. Die Mittel wurden insbesondere für die Modernisierung und den Ausbau der Stromnetze sowie die weitere Digitalisierung der Infrastruktur eingesetzt.

Im Segment kundennahe Energielösungen investierte die Unternehmensgruppe rund zehn Millionen Euro und damit zwei Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Die Investitionen dienten vor allem dem Ausbau von Objekt- und Wärmelösungen sowie der Weiterentwicklung der digitalen Infrastruktur. Für die erneuerbare Erzeugungsinfrastruktur wurden rund zwölf Millionen Euro aufgewendet (Vorjahr: 20 Millionen
Euro). Die Investitionen umfassten insbesondere die Modernisierung und Weiterentwicklung der Wasserkraft- und Kleinwasserkraftanlagen, Massnahmen an Wehranlagen sowie die Erneuerung und Digitalisierung der Kraftwerksinfrastruktur. Darüber hinaus investierte die Unternehmensgruppe in die Bereiche Wasserstoff und Photovoltaik. Nach Berücksichtigung von Zuschüssen und Mittelrückflüssen aus Desinvestitionen ergaben sich Nettoinvestitionen von rund 42 Millionen Euro (Vorjahr: 54 Millionen Euro).

Ausblick

Die Unternehmensgruppe setzt ihre Investitionen in die Energiezukunft und die Dekarbonisierung der Wärmeversorgung auch 2026 konsequent fort. Trotz anspruchsvoller Rahmenbedingungen, insbesondere im Zusammenhang mit Genehmigungsverfahren, Ressourcenverfügbarkeit und wirtschaftlichen Unsicherheiten, wird unverändert ein Bruttoinvestitionsvolumen von über 180 Millionen Euro für das Gesamtjahr erwartet. Investitionsschwerpunkte bleiben der Ausbau und die Modernisierung der Netzinfrastruktur, erneuerbare Erzeugungsanlagen, Wasserstoffprojekte sowie die Weiterentwicklung nachhaltiger Wärmelösungen. Das operative EBIT wird für das Geschäftsjahr 2026 weiterhin bei rund 120 Millionen Euro erwartet.

Die Naturenergie Holding AG ist ein deutsch-schweizerisches Unternehmen, das als regionaler Partner Menschen, Kommunen und Unternehmen zum nachhaltigen Leben und Wirtschaften in Südbaden und der Schweiz befähigt. Die Gruppe bietet ganzheitliche Energielösungen, und sie erzeugt und vertreibt erneuerbare Energie aus Wasser- und Sonnenkraft. Das Produkt- und Dienstleistungsportfolio umfasst die Bereiche Photovoltaik, Wärme, Bauen und Wohnen sowie Elektromobilität. Das Tochterunternehmen Naturenergie Netze GmbH verantwortet den Betrieb und die Weiterentwicklung der Stromverteilnetze. Zur Unternehmensgruppe gehören darüber hinaus die Naturenergie Hochrhein AG, die Enalpin AG und die Tritec AG. Mit knapp 1500 Mitarbeitenden hat die Unternehmensgruppe im Jahr 2025 einen Umsatz von 1,6 Milliarden Euro erwirtschaftet. Sie ist eine Beteiligungsgesellschaft der EnBW Energie Baden-Württemberg AG.