Ein Produkt der  
Die grösste Wochenzeitung im Fricktal
fricktal info
Verlag: 
Mobus AG, 4332 Stein
  Inserate: 
Texte:
inserat@fricktal.info
redaktion@fricktal.info
Fricktalwetter
Ein paar Wolken
23.4 °C Luftfeuchtigkeit: 70%

Dienstag
17.5 °C | 30.8 °C

Mittwoch
18.1 °C | 29.9 °C

Die Modernisierung vom Museum Schiff kommt voran. Die Fassadenmalerei ist ertüchtigt worden. Foto: Peter Schütz
Featured

Museum Schiff Laufenburg: Die Arbeiten kommen gut voran

Der Samstag, 12. Juni 2027, gehört in jeder Agenda der Region dick angestrichen. Dann wird das Museum Schiff in der Laufenburger Altstadt nach den aufwändigen Restaurierungs- und Modernisierungsarbeiten mit einem öffentlichen Festakt wieder eröffnet. Das Datum nannte Joe Schnetzler, Projektleiter Modernisierung Museum Schiff, an der Generalversammlung des Museumsvereins Laufenburg am vergangenen Freitag.

PETER SCHÜTZ

Projektleiter Joe Schnetzler an der Versammlung des Museumsverein Laufenburg. Foto: Peter SchützDie im Herbst 2024 aufgenommenen Arbeiten an und in dem historischen Gebäude komme gut voran, berichtete Schnetzler. Stand heute: «Es sind nur noch vereinzelte Arbeiten zu vergeben», sagte er. Die Handwerker hätten bisher «hervorragende Qualität erbracht», hielt er fest. Nun gehe es daran, die Graphik und das Skript jedes einzelnen Kabinetts zu entwickeln. Joe Schnetzler weiter: «Ab Herbst kann das Museum vom Bau sauber gereinigt übernommen, dann eingerichtet und nach einer technischen Testphase der heiklen Licht- und Tontechnik für den Betrieb im Spätfrühling 2027 übergeben werden.» Das neu gestaltete Museum wird mit einer belebten Farbigkeit erscheinen, erklärte er. Weiterhin offen ist, ob das Tourismusbüro Laufenburg im Museum integriert wird. Entsprechende Verhandlungen mit dem Tourismusverein und letztendlich dem Stadtrat seien pendent, so Schnetzler. Der Entscheid habe Wirkung auf das neue Betriebskonzept.

Kostenüberschreitung ist nicht auszuschliessen

Die Fassadenmalerei am Museum Schiff ist aufgefrischt worden. Dargestellt ist der heilige Seraphino. Foto: Peter SchützBauleiter Fabian Dietwyler (Lenzin Partner Architekten) berichtete, dass ein barrierefreier Zugang mit einem Lift erfolgen kann. Die Fassadenmalerei wurde ertüchtigt, im mehrstöckigen Innenbereich wurden vom Tragwerk nur die morschen Holzteile ersetzt, «so ist es denkmalpflegerisch korrekt umgesetzt worden», sagte Dietwyler. Ein «intensiver Teil» würden jetzt noch die Gipserarbeiten einnehmen. Aber: «Die Bauleitung sieht sich mit Zusatzkosten konfrontiert», berichtete Joe Schnetzler, «eine Kostenüberschreitung ist nicht auszuschliessen». Konkret: Aktuell seien «erhebliche Mehrkosten zweiter Unternehmen in Abklärung, die hoffentlich den bewilligten Baukredit nicht sprengen», so Schnetzler. Sollten die Verhandlungen scheitern, müsste eine neue Finanzierung vorgestellt werden. Eine dafür nötige ausserordentliche Versammlung könnte anfangs 2027 stattfinden. Dann soll auch das Betriebskonzept vorgestellt werden. Joe Schnetzler stellte klar: «Der Museumsverein ist Bauherrin und alleine leistungspflichtig.» Der Baukredit beträgt 5,15 Millionen Franken. Bezahlt seien 2,8 Millionen, noch zu bezahlen seien 2,3 Millionen Franken, so Schnetzler. Nachtragskredite oder Mehrkosten, die den bewilligten Kredit von 5,15 Millionen Franken sprengen würden, seien ohne neue Finanzierungsnachweise für den Verein untragbar, bemerkte Revisor Thomas Müller.

Ein Museum für alle

 So soll es im Museum Schiff nach der Modernisierung aussehen. Bild: zVgDie vier wesentlichen Ziele des Bauprojektes fasste Joe Schnetzler so zusammen: Sicherung des Bestandes des denkmalgeschützten Hauses, barrierefreie vertikale Erschliessung des Gebäudes mittels neuer Treppenanlage und Lift, Erweiterung der Ausstellungsfläche sowie Umsetzung eines neuen, zeitgerechten Ausstellungskonzepts. Reto Weiss, Präsident des Vereins Kulturwerk-Stadt Sulz, äusserte das Anliegen, dass Sulz in der künftigen Ausstellung nicht vergessen wird und «einen würdigen Platz erhält». Antwort von Anita Stocker, Präsidentin des Museumsverein Laufenburg: «Es solle ein Museum für alle sein.» Vorstandsmitglied Hans Burger ergänzte: «Es ist ein Museum von Laufenburg hüben und drüben, von der Region, vom Oberen Fricktal.»  

Museumsverein-Präsidentin Anita Stocker. Foto: Peter SchützStadtammann René Leuenberger bedankte sich für den Einsatz aller am Umbau beteiligter Personen. Er hoffe «auf einen guten Abschluss», sagte er. Ähnlich Bürgermeister Ulrich Krieger, Laufenburg-Baden: Er sprach von einer «grossartigen Leistung in der Sanierung des Museums» und wünschte «gutes Durchhaltevermögen». Zuversichtlich gab sich auch Anita Stocker: «Das Modernisierungsprojekt bewegt sich auf Kurs», sagte sie. Aber auch: «Der finanzielle Spielraum wird enger.» Viel Arbeit liege noch bevor, mahnte sie. Zugleich blickte sie auf «gute und professionelle Zusammenarbeit und ein enormes Engagement an der Baustelle».

Vorstandswahlen gab es keine an der Generalversammlung. Der Museumsverein zählt aktuell 362 Mitglieder. 314 stammen aus Laufenburg/Schweiz, 48 aus Laufenburg/Baden.   

Internet: www.museum-schiff.ch

Bilder:
Bild 1: Die Modernisierung vom Museum Schiff kommt voran. Die Fassadenmalerei ist ertüchtigt worden. Foto: Peter Schütz
Bild 2: Projektleiter Joe Schnetzler an der Versammlung des Museumsverein Laufenburg. Foto: Peter Schütz
Bild 3: Die Fassadenmalerei am Museum Schiff ist aufgefrischt worden. Dargestellt ist der heilige Seraphino. Foto: Peter Schütz
Bild 4: So soll es im Museum Schiff nach der Modernisierung aussehen. Bild: zVg
Bild 5: Museumsverein-Präsidentin Anita Stocker. Foto: Peter Schütz