(dd) Die diesjährige Frühjahrsexkursion des Naturschutzvereins Sulz-Laufenburg (NVSL) führte für einmal über die heimischen Gemarkungen hinaus ins Sagimülitäli. Renaturierungs- und Aufwertungsarbeiten haben in den vergangenen drei Jahren zu spannenden Veränderungen geführt.
Als Exkursionsleiter konnte Noah Meier von der creanatira gewonnen werden. Dieser war beim Projekt verantwortlich für den fachlichen Teil und überzeugte die Teilnehmerschar mit seinem fundierten Wissen. Im oberen Teil informierte er über die Bachöffnung vom neu mäandrierenden Bach bis hin zum Teich. Mit den getroffenen Massnahmen will man der Natur wieder einen breiten Lebensraum geben. Erste Erfolge zeigten sich bereits, wie beispielsweise die zahlreichen Libellen. Meier erzählte, dass man hier nicht einfach graue Theorie betreibe, sondern mit Hilfe eines regelmässigen Monitorings die Auswirkungen auf die Biodiversität überprüfe,
Im unteren Teil des Sagimülitälis, das zum grössten Teil im Besitze des Kantons Aargau ist und wo die ehemalige, heute abgebrochene Sagimüli stand, will man dem Bach ein neues Bett geben. Dazu gräbt man nicht einfach ein neues Bachbett, sondern der Bach, unterstützt durch ein paar spezielle Massnahmen, muss sein Bett dereinst selber suchen. Ein raffiniertes Ableitwerk wird den neuen Bachlauf speisen und gleichzeig aber verhindern, dass das alte Bachbett gänzlich austrocknet.
Zum Abschluss der Exkursion offerierte der NVSL im Sulzer Milchhüsli den Teilnehmenden einen Umtrunk, was im Anschluss an die äusserst interessante, aber schweisstreibende Exkursion, sehr geschätzt wurde.
Bild: Exkursion mit dem NVSL; links aussen Exkursionsleiter Noah Meier. Foto: Dieter Deiss