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Blick in das von seinen Dimensionen her eindrückliche, neue Bio-Klärbecken. Foto: Dieter Deiss
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Der NV Sulz-Laufenburg besuchte die ARA Kaisten

(dd) Der Naturschutzverein Sulz-Laufenburg (NVSL) besuchte die ARA Kaisten. Dies war eine Folgeveranstaltung zur letztjährigen Information in einer grossen Kompostieranlage. Beide Anlagen sind bedeutende Einrichtungen im Dienste des Naturschutzes. Täglich verschwinden unsere Abwässer aus WC, Bad oder Küche spurlos in den Abläufen, so ganz nach dem Motto «Aus den Augen aus dem Sinn».

Der NVSL wollte dazu mehr erfahren und liess sich durch Roni Ackermann, Mitarbeiter in der ARA Kaisten, durch die Anlagen führen. Dieser stellte zunächst die Strukturen des als Aktiengesellschaft organisierten Verbandes vor. Dem Gemeinschaftswerk gehören 18 Gemeinden und Ortsteile an, also praktisch das gesamte Obere Fricktal.

Der Rundgang durch die Anlage fing beim Einlauf der Abwässer in die ARA an und hörte dort auf, wo das geklärte Wasser dem Rhein übergeben wird. Es war eindrücklich zu sehen, wie das Schmutzwasser zunächst von seinen Feststoffen getrennt wird. Nach dieser mechanischen Reinigung wird dann das Abwasser in grossen Bio-Reaktoren von verbleibenden Schmutzstoffen befreit. Zurück bleibt geklärtes Wasser und Schlamm. Letzterer wird der Verbrennung zugeführt.

Sanierung Ausbau
Da die Anlage in die Jahre gekommen ist, wird diese im Moment mit grossem Aufwand saniert und ausgebaut. Ein Ausbau ist insbesondere auch deshalb nötig, weil im Laufe des nächsten Jahres die bisher in der ARA Hornussen geklärten Abwasser der ARA Kaisten zugeführt werden.

Der Rundgang durch die Anlage war sehr eindrücklich und Roni Ackermann verstand es, komplizierte Vorgänge einfach und verständlich darzulegen. Er zeigte auch auf, wie Feuchttüechli und Wattestäbchen die Pumpen verstopfen und Mehraufwand verursachen. Aber auch Katzensand, Speisereste, Windeln und Kondome gehören nicht in die Toilette. Die Toilette sei kein «Müllschlucker» meinte er. Die Teilnehmenden werden wohl inskünftig bei der Nutzung ihrer Toilette hie und da auch daran denken, wie und wo letztlich die verursachten Abwässer verarbeitet werden.

Bild: Blick in das von seinen Dimensionen her eindrückliche, neue Bio-Klärbecken. Foto: Dieter Deiss